Die Fauna von Hawaii



Schon lange bevor die ersten Menschen hawaiianischen Boden betraten, waren mehrere Tierarten auf den Inseln Hawaiis vertreten. Neben Fledermäusen und Mönchsrobben lebte auch eine große Anzahl an verschiedenen Vögeln und Insekten auf Hawaii. Mit der Besiedlung durch die Polynesier und später durch die weißen Siedler starben aber leider viele Arten aus.

Im Reich der Säugetiere sind auf Hawaii viele auch bei uns bekannte Arten vorzufinden: Ziegen, Schafe, Dammwild oder Schweine sind in freier Wildbahn anzutreffen. Auf Oahu lebt zudem das aus Australien importierte Bürstenschwanz-Felskänguru. In großer Zahl sind die Mungos oder Mangusten auf den Inseln vertreten. Ursprünglich als Mittel gegen die Rattenplage eingeführt, wurde schnell klar, dass die tagaktiven Mungos friedlich neben den nachtaktiven Nagern leben würden. Dies führte zwangsläufig dazu, dass sich beide Arten munter vermehrten, die Vogelwelt mit dem Mungo als Feind aber stark dezimiert wurde. Die hawaiianischen Vögel hatten sich nämlich zu Bodenbrütern entwickelt, denn die einzigen Säugetiere, die Fledermäuse und Robben, stellten ursprünglich keine Gefahr da. Lediglich auf Kauai, wo die Mungos nie hingebracht wurden, konnten viele verschiedene Vogelarten überleben. Die hawaiianische Vogelwelt kennt etwa einheimische Arten wie die Pueo, eine Kurzohreule, die Alala, auch bekannt als Hawaii-Krähe, den Bussard Io oder die sogenannten Kleidervögel, die in mehr als 20 Arten vorkommen, durch anhaltende Waldrodungen aber langsam gefährdet sind. Der Nationalvogel des Landes ist die endemische Nene. Die Gans mit ihrem hübsch gezeichneten Gefieder (siehe Video unten) ist leider vom Aussterben bedroht und lebt nur mehr in kleiner Zahl in kargen Lavaregionen wie dem Haleakala-Krater oder auf den Bergen Big Islands.

Bereits als ausgestorben galten die Mönchsrobben, bis kleine Bestände an den Küsten der nordwestlich der Hauptinseln gelegenen Leeward-Inseln entdeckt wurden. Schutzmaßnahmen ließen die Zahlen wieder steigen, allerdings gefährden die Hauptfeinde der Robben, die Haie, die Bestände weiterhin.
Video: Mungos und Gänse (Hawaiigans, auch Nēnē) auf Hawaii
Reich ist die Population in den Gewässern rund um die hawaiianischen Inseln. Geschätzte 600 verschiede Fischarten tummeln sich im Meer und sorgen für eine bunte Unterwasserwelt. Größere Vorkommen gibt es bei den Drückerfischen, den Riesenzackenbarschen, den Muränen sowie den Doktor- und Falterfischen. Vertreten sind zudem die Drachenköpfe, die zur Gruppe der giftigen Feuerfische zählen. Immer wieder zu beobachten sind Delfine, Pott- und Pilotwale. In den Monaten Dezember bis Juni sind mächtige Buckelwale zu sehen, die vor Maui ihr Jungen zur Welt bringen.

Auf Hawaii nicht zu finden sind Schlangen, es gibt weder harmlose noch giftige Exemplare.