Geologie und Vulkane auf Hawaii



Entstehung der Inseln

Bekanntermaßen ist die Inselgruppe Hawaii vulkanischen Ursprungs. Für die Entstehung der Inseln verantwortlich ist der unter der Südostküste Big Islands gelegene Hotspot. Vereinfacht gesagt handelt es sich dabei um einen tief im Meer gelegenen Ort mit vulkanischer Aktivität. Der Hotspot liegt direkt auf der pazifischen Kontinentalplatte und nicht, wie andere Vulkane, am Zusammentreffen zweier Platten.
Vulkankrater auf Maui, HawaiiHawaii: Der Vulkankrater des Haleakalā oder East Maui Volcano auf der Insel Maui (Schildvulkan)
Durch die vulkanische Aktivität des Hotspots wird Magma nach oben transportiert, wo es erst unter der Wasseroberfläche, später darüber langsam aber sicher zu einer Insel wächst. Die ständige Bewegung der pazifischen Kontinentalplatte ist für die Vielzahl der Inseln verantwortlich. Jedes Jahr bewegt sich die Platte um etwa zehn Zentimeter, weshalb die verschiedenen Inseln an jeweils anderer Stelle entstanden sind.

Daher auch das unterschiedliche Alter der hawaiianischen Inseln. Jene im Nordwesten gelegenen zählen zu den Ältesten. Hier gibt es keine vulkanische Aktivität mehr und die Inseln werden durch die Erosion laufend kleiner. Andererseits wird Hawaii gen Süden aber immer noch größer. Big Island etwa hat immer noch eine Verbindung zum Hotspot, weswegen die Insel an der Südküste stetig wächst. Südlich von Big Island befindet sich in rund 1.000 Meter Tiefe bereits ein neuer Vulkan, der aber frühestens in ein paar Zehntausend Jahren an die Meeresoberfläche treten wird. Je nachdem wie die Platte sich bis dahin bewegt, könnte diese Teil von Big Island oder aber eine neue Insel werden.
Video: Vulkankrater und Lava auf Hawaii
Auswirkungen

Mit Hilfe von Wind und Wasser sind die Inseln einst aus dem Meer aufgestiegen. Diese beiden Naturgewalten sind heute aber auch dafür verantwortlich, dass die Inseln durch die Erosion langsam aber sicher wieder versinken. Die im äußersten Nordwesten Hawaiis gelegenen Inseln etwa liegen zum Teil bereits unter dem Meeresspiegel, andere ragen gerade noch heraus. Messungen zufolge befinden sich nur mehr knapp 2.500 von den ursprünglichen 5.000 Kilometer Inselwelt über dem Wasser.

Aufgrund ihres geringeren Alters sind die Erhebungen im Südosten auch bedeutend höher. Die auf Big Island gelegenen Mauna Kea und Mauna Loa erreichen knapp über 4.000 Meter Höhe, während Kauais höchster Berg nur rund 1.600 Meter hoch ist. Der Mauna Kea ist absolut gemessen sogar der höchste Berg der Welt. Zwar werden über dem Wasser nur die 4.205 Meter gemessen, unter Wasser ragt der Vulkan aber weitere 5.000 Meter hinab. Als einer der aktivsten Vulkane der Welt gilt der Kilauea auf Big Island. Seit dem Jahr 1983 fließt ununterbrochen Lava die Flanken des Vulkans hinunter, was zur Zerstörung einiger Dörfer führte. Für den Menschen sind die Lavaströme aber aufgrund des langsamen Flusses relativ ungefährlich.



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