Haie



Haie kommen in allen Weltmeeren vor und sind sowohl in flachen Küstengewässern als auch in der Hoch- und in der Tiefsee vorzufinden. Auf dem Speiseplan des Hais stehen größere Meerestiere, Fische oder Plankton. Menschenfleisch findet beim Hai nur wenig Anklang, eher wird vermutet, dass Haiattacken auf eine Verwechslung des schlecht sehenden Fisches zurückzuführen sind. Laut der ISAF, der International Shark Attack File, gab es 2012 weltweit rund 80 registrierte Angriffe, von denen sieben tödlich endeten. Bei einer geschätzten Zahl von mehr als 40 Milliarden Badegängen pro Jahr weltweit ist die Chance, von einem Hai angegriffen zu werden, also verschwindend niedrig. Dennoch steigt die Gefahr einer Haiattacke jedes Jahr. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: So zwingt die Überfischung die Tiere, sich neue Gebiete zu suchen oder sich andere Fressgewohnheiten anzueignen. Zudem legt der Tourismus alljährlich zu und damit auch die Anzahl der Menschen, die sich im Meer tummeln. Besonders gefährdet sind Surfer, die auf Haie wie Seelöwen und damit wie ein Festmahl wirken.

Immer wieder ist von Haiangriffen vor der Küste Hawaiis zu hören. Tatsächlich sind die Gewässer Hawaiis Heimat von fünf verschiedenen Haiarten: dem Weißspitzen-Riffhai, dem Grauen Riffhai, dem Fuchshai, dem Tigerhai und dem Weißen Hai. Letzterer ist vor allem aus den gleichnamigen 1980er Kinohits bekannt und erreicht Längen von bis zu acht Meter. Sicher ist der Urlauber an keinem Strand Hawaiis, dennoch ist die Gefahr, in Waikiki von einem Auto angefahren zu werden statistisch größer, als einem Haiangriff zum Opfer zu fallen.

Die Einhaltung einiger Regeln kann zudem das Risiko einer Attacke minimieren:
  • Bei lokalen Behörden bzw. Rettungsschwimmern über Gefahren informieren
  • Bevorzugt in der Gruppe schwimmen oder surfen
  • Das Meer frühmorgens, abends und nachts meiden
  • Glänzenden Schmuck vor dem Bad ablegen
  • Trübes Wasser meiden
  • Mit offenen Wunden oder während der Menstruation nicht ins Wasser gehen
  • Beim Schnorcheln nicht inmitten eines Fischschwarmes schwimmen
  • Wenn Schildkröten, Delfine oder Fische plötzlich flüchten, ebenfalls zurück ans Ufer schwimmen
  • Die Nähe von Häfen oder Flussmündungen meiden
Bei Abenteuerlustigen beliebt ist das sogenannte "Käfigtauchen" im offenen Meer. Angeboten wird das Spektakel etwa an Oahus North Shore. Inmitten des natürlichen Reviers der Haie wird ein Käfig ins Wasser gelassen, der über große Plastikfenster verfügt. Rund um den Käfig tummeln sich oftmals zwanzig bis dreißig Haie, die bis auf wenige Zentimeter auf den geschützten Urlauber zuschwimmen. In Hinblick auf die weltweit steigenden Zahlen der Haiangriffe sind Abenteuer wie diese aber umstritten. Häufig werden die Tiere nämlich mit Fleisch angelockt und beginnen dann, Menschen mit Fressen zu assoziieren.



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