Diamond Head auf Oahu



Hoch über Honolulus Stadtteil Waikiki ragt der 231 Meter hohe erloschene Vulkan Leahi auf. Der Berg, auch Diamond Head genannt, gilt als Wahrzeichen Waikikis und als eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Oahus. Der Name Diamond Head stammt aus dem 19. Jahrhundert, als britische Seeleute vermeintliche Diamanten an den Hängen des Vulkans entdeckten. Tatsächlich handelte es sich bei den glitzernden Steinen um wertlose Kalzitkristalle. Die hawaiianische Bezeichnung Leahi hingegen bezieht sich auf die Form und wird mit "Thunfischkuppe" übersetzt.
Diamond HeadBlick auf den Diamond Head auf Oahu (Hawaii)
Forscher vermuten, dass der Leahi vor etwa 300.000 Jahren aus einem einzigen Vulkanausbruch entstand. Bemerkenswert ist der breite Krater, der an eine Untertasse erinnert. Der Rand ist nicht immer gleich hoch, speziell das Gestein im Südwesten ist höher, was wohl auf den Wind während der Eruption zurückzuführen ist. Erosion als Folge von Wind, Regen und dem Meer bearbeitet heute wie damals die Hänge. Aufgrund seiner strategisch günstigen Lage und der damit verbundenen Weitsicht wurde der Diamond Head ab Anfang des 20. Jahrhunderts zu militärischen Zwecken genutzt. Es wurden Tunnel gegraben, Batterien errichtet sowie Geschütze und Langstreckenkanonen aufgestellt. Die Zeiten als militärischer Stützpunkt sind heute aber vorbei. 1986 wurde der Diamond Head als klassisches Beispiel für einen Tuffringkrater zu einem "National Natural Landmark" der USA erklärt und ist heute ein beliebtes Ziel für Reisende.
Diamond Head auf OahuDer Diamond Head (Tuffsteinformation) auf Oahu (Hawaii)
Von der Aussichtsplattform, die einst von Militärs genützt wurde, bietet sich ein herrlicher Blick über Honolulu, die umliegenden Berge, die Küste und das Meer. Mit etwas Glück kann man die Insel Molokai am Horizont sehen oder Wale beobachten, dies allerdings nur im Winter. Erklommen wird der Berg mit dem Bus, dem Mietwagen oder über einen mittelschweren Wanderweg, der direkt zum Krater führt. Zu bezwingen sind dabei zwei Treppen mit etwa 175 Stufen, dunkle Tunnel und stillgelegte Militärbunker, weshalb eine Taschenlampe mit im Wandergepäck sein sollte. Ebenfalls nicht zu vergessen: gutes Schuhwerk, Sonnenschutzmittel und ausreichend Wasser. Je nach Tempo und Kondition sind für den Aufstieg rund 30 bis 60 Minuten einzuplanen. Reisende, die sich nicht alleine auf den Berg trauen, können bei verschiedenen Anbietern geführte Wandertouren buchen.