Pearl Harbor auf Oahu



Rund 30 Fahrminuten nordwestlich von Waikiki befindet sich das wichtigste historische Denkmal Hawaiis: Pearl Harbor. Der größte natürliche Hafen des Inselstaates erreichte 1941 traurige Berühmtheit, als der wichtige Marinestützpunkt überraschend von japanischen Streitkräften angegriffen wurde. Fast 2.400 Menschen mussten bei dem verwüstenden Luftangriff ihr Leben lassen, Hunderte wurden verletzt. Als Konsequenz aus dem Angriff traten die USA in den 2. Weltkrieg ein. Heute erinnern fünf Stätten an den "Tag, der in Schande fortleben wird", wie Franklin Roosevelt den 7. Dezember 1941 bezeichnete:

USS Arizona Memorial: Das 1915 fertiggestellte Schlachtschiff galt als eines der mächtigsten seiner Art, sollte am Schicksalstag aber innerhalb von nur neun Minuten sinken. Eine rund 800 Kilo schwere Bombe traf das Schiff und setzte die vorderen Munitionskammern in Brand. Die darauf folgende Explosion und der Untergang kostete 1.177 Besatzungsmitgliedern das Leben. Der Großteil der Mannschaft liegt heute noch in rund 12 Meter Tiefe begraben. 1961 wurde quer über dem Schiffswrack eine Gedenkstätte errichtet, die sich mit dem historischen Angriff beschäftigt. Im Schreinraum befindet sich eine Gedenkwand mit den Namen der Gefallenen und im Besucherzentrum wird ein Film über den Angriff gezeigt.
U.S.S. Missouri und Pearl Harbor USS Arizona MemorialU.S.S. Missouri und Pearl Harbor USS Arizona Memorial im Hintergrund (Pearl Harbor / Hawaii)
Battleship Missouri Memorial: Das Schlachtschiff Missouri steht für die Kapitulation Japans, denn am Surrender-Deck des Schiffs nahm General MacArthur 1945 die bedingungslose Kapitulation des Inselstaates an. Heute ist das historische Schiff, das fünf Jahrzehnte Dienst versah, ein Museum mit zahlreichen Exponaten aus den Kriegen des 20. Jahrhunderts. Zu sehen sind etwa die Dokumente der Kapitulation oder die Ausrüstung des Schiffes wie die Kanonen, die über 1.200 Kilo schwere Granaten etwa 37 Kilometer weit feuern können.

USS Oklahoma Memorial: 429 Besatzungsmitglieder kamen auf der USS Oklahoma ums Leben, nachdem das Schiff von neun Torpedos getroffen wurde und zwölf Minuten später sank. Das Denkmal erinnert an die verstorbenen Seeleute sowie jene 32 Männer, die noch zwei Tage nach dem Angriff aus dem gekenterten Rumpf gerettet wurden.

USS Bowfin Submarine Museum & Park: Die USS Bowfin war während des 2. Weltkrieges im gesamten pazifischen Raum im Einsatz und dient heute als U-Boot-Museum. Eine Führung durch den Park beinhaltet das Denkmal zu Ehren jener U-Boot-Matrosen, die im 2. Weltkrieg gefallen sind sowie eine Vielzahl an Ausstellungsstücken wie Kanonen und Torpedos. Unter Deck sind die Schlafkojen, der Maschinenraum oder der Torpedoraum zu sehen.

Pacific Aviation Museum: In den historischen Flugzeughallen auf Ford Island ist das Pacific Aviation Museum untergebracht. Das Luftfahrtmuseum beschäftigt sich in erster Linie mit den Bombern und Kampfflugzeugen des 2. Weltkrieges und punktet mit zahlreichen Ausstellungsstücken sowie den interaktiven Simulatoren. Zu sehen ist auch der Hangar 37, der beinahe 4.000 Quadratmeter groß ist und den Angriff auf Pearl Harbor unbeschadet überstanden hat.