Surfen auf Hawaii



Surfen hat auf Hawaii eine lange Tradition, bereits 1779 berichtet Leutnant James King von Hawaiianern, die auf Holzplanken auf den Wellen in Big Islands Kealakekua Bay reiten und dabei viel Spaß haben sollen. Es wird angenommen, dass der Surfsport bereits in Polynesien praktiziert wurde und von Einwanderern mit nach Hawaii genommen wurde. Erst war das Surfing nur der Königsfamilie vorbehalten, Anfang des 19. Jahrhunderts durfte dann auch das gemeine Volk zur Holzplanke greifen. Mit der Ankunft der Missionare wurden hawaiianische Sitten langsam aber sicher verdrängt und erst Anfang des 20. Jahrhunderts erlebte der Surfsport ein Revival. In den 1950er Jahren wurde auf Oahu schließlich das "Big Wave Surfing" erfunden, für das Hawaii nach wie vor globusweit bekannt ist.

Heute lebt der hawaiianische Tourismus nicht schlecht vom Surfsport. Auf allen Inseln befinden sich Surfschulen, die Equipment und Fachwissen gegen Gebühr bereitstellen. Anfänger sollten die Kraft der Wellen keinesfalls unterschätzen, vor allem im Winter schlagen gigantische Wellen ans Ufer, die selbst erfahrenen Surfern zum Verhängnis werden können.

Je nach Ausrüstung werden mehrere Varianten des Surfens unterscheiden


  • Beim klassischen Surfen wird auf Longboards, die ab 2,70 Meter lang sind oder auf Shortboards, die nur rund 2 Meter messen, gesurft. Der Sportler paddelt dabei auf die Welle zu und reitet diese dann stehend bis ans Ufer.
  • Ausschließlich im Liegen, auf kurzen, leichten Schaumstoffbrettern, wird hingegen das Bodyboarding betrieben.
  • Beim Windsurfen wird, wie der Name schon sagt, der Wind ausgenützt und mittels Segel dirigiert der Surfer das Board.
  • Kitesurfen ist die modernste Variante des Surfens und wird stehend betrieben. Vom Lenkdrachen aus dem Wasser gezogen, benutzt der Surfer diesen später als Segel.
Video: Surfen und Windsurfen auf Hawaii
Oahu: Die Nordküste der Insel ist bekannt für ihre großartigen Wellen. Sunset Beach, Banzai Pipeline oder der Haleiwa Beach Park zählen zu den besten Surfspots der Welt. Außerdem empfehlenswert sind die Waimea Bay oder Sandy Beach. Gute Voraussetzungen zum Erlernen der Surfkunst bieten sich am Waikiki Beach oder am White Plains Beach.

Maui: Den meisten Wind bekommt Maui ab, weshalb die Insel als einer der besten Plätze zum Wind- und Kitesurfen gilt. Die Wellen am Peahi Jaws sollten nur von erfahrenen Surfern genommen werden, während die Strände südlich des Orts Lahaina mit kleineren Wellen auch für Anfänger geeignet sind.

Big Island: Auch Big Island bietet gute Möglichkeiten zum Erlernen der Surfkunst. So etwa am Surfspot Pine Trees südlich von Nelha oder am Kohala Lighthouse, das beste Bedingungen für alle Surflevels bietet sowie der Honoli'i Beach.

Kauai: Bester Surfplatz auf Kauai ist die Hanalei Bay. Ebenfalls gute Wellen bieten Shipwreck Beach, Kealia Beach oder Kalapaki Beach. Anfänger sind am Poipu Beach bestens aufgehoben.